Bei Basiselterngeld wird der Verdienst im Lebensmonat direkt angerechnet. Die Formel:
Elterngeld = 65 % × (Vor-Geburt-Netto − Einkommen im Bezugsmonat)
Beispiel: Vor der Geburt 2.770 € netto, im Bezug 1.500 € netto. Differenz: 1.270 €. Elterngeld: 65 % × 1.270 € = 825,50 € (statt 1.800 € ohne Einkommen).
Falls die Formel unter 300 € landet, bekommst du trotzdem den Sockelbetrag von 300 €.
Bei ElterngeldPlus gilt dieselbe Differenz-Formel, aber mit einer Deckelung: Plus darf höchstens die Hälfte des Basis-Vollbetrags sein.
Der Deckel wirkt wie ein Puffer: Solange dein Verdienst die Hälfte deines Vor-Geburt-Nettos nicht übersteigt, bleibt Plus am Cap, du verlierst kein Geld trotz Teilzeitarbeit.
Beispiel: Vor-Geburt 2.770 €, im Bezug 1.385 € (genau die Hälfte). Plus bleibt bei 900 €. Erst bei höherem Verdienst sinkt es.
Anders behandelt werden Entgeltersatzleistungen wie ALG I, Krankengeld, Mutterschaftsgeld. Sie werden voll angerechnet, aber der Sockelbetrag (300 € Basis / 150 € Plus) bleibt geschützt.
Bekommst du ALG I, fängt der Sockel auf: Du bekommst ALG + 300 € Basis oder ALG + 150 € Plus. Mehr nicht, der Rest des Elterngelds 'frisst' das ALG.
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