Du bekommst ein Kind in Deutschland? Der Staat zahlt dir bis zu 1.800 Euro im Monat, damit du zu Hause bei deinem Kind sein kannst. Nutze unseren kostenlosen Rechner und sieh deine persönliche Schätzung.

Elterngeld ist eine Leistung des deutschen Staates, die 65 bis 67% deines Nettoeinkommens für bis zu 14 Monate nach der Geburt deines Kindes ersetzt. Jeder Elternteil mit Wohnsitz in Deutschland kann zwischen 300 und 1.800 Euro im Monat bekommen, unabhängig von der Staatsangehörigkeit (§2 BEEG).
Die Idee ist einfach: Du sollst dich nicht zwischen deinem Einkommen und Zeit mit deinem Neugeborenen entscheiden müssen.
Es gibt zwei verwandte, aber unterschiedliche Dinge, von denen du hören wirst:
Die meisten Eltern nutzen beides zusammen: Sie nehmen Elternzeit (die Auszeit) und beziehen in dieser Zeit Elterngeld (das Geld).
Die Höhe hängt davon ab, was du vor der Geburt deines Kindes verdient hast. Nach den aktuellen Regeln für 2026 schaut der Staat auf dein durchschnittliches Nettogehalt in den 12 Monaten vor der Geburt (den Bemessungszeitraum) und ersetzt davon einen Prozentsatz:
Es gibt eine Unter- und eine Obergrenze: Jeder Elternteil bekommt mindestens 300 Euro im Monat, auch ganz ohne vorheriges Einkommen (§2 Abs. 4 BEEG). Der Höchstbetrag liegt bei 1.800 Euro im Monat, egal wie hoch dein Gehalt war.
Der Bemessungszeitraum sind in der Regel die 12 Kalendermonate vor der Geburt. Aber Monate im Mutterschutz werden ausgeklammert und durch frühere Monate ersetzt. Wenn du schwangerschaftsbedingtes Krankengeld bezogen hast oder dein Einkommen wegen der Schwangerschaft eingebrochen ist, können auch diese Monate ausgeklammert werden. Nutze das Tool, um genau zu sehen, welche Monate bei dir zählen.
Tipp zur Steuerklasse: Wenn du verheiratet bist, kann ein Wechsel in Steuerklasse 3 vor Beginn des Bemessungszeitraums dein Elterngeld deutlich erhöhen. Das höhere Nettoeinkommen in Klasse 3 bedeutet einen höheren Ersatzbetrag. Der Wechsel muss mindestens 6 Monate vor Beginn des Bemessungszeitraums erfolgen, damit er wirkt.
Hier wird es spannend. Deutschland bietet nicht nur eine pauschale Zahlung. Du kannst zwischen drei Varianten wählen, und die richtige Wahl kann deiner Familie tausende Euro mehr bringen.
Die Kurzfassung: Wenn du in Vollzeit zu Hause bleibst, nimm Basiselterngeld. Wenn du in Teilzeit arbeiten willst, zahlt ElterngeldPlus insgesamt oft mehr. Du kannst beides auch mischen.
How the three types compare
Das ist die Frage, die die meisten Expats zuerst stellen. Die kurze Antwort: Du brauchst keine deutsche Staatsbürgerschaft. Aber ein paar Voraussetzungen solltest du prüfen.
Vier Grundvoraussetzungen musst du erfüllen:
Zum Aufenthaltstitel: Die Blaue Karte EU, jeder Aufenthaltstitel, der eine Erwerbstätigkeit erlaubt, die EU-/EWR-/Schweizer Freizügigkeit und die Niederlassungserlaubnis berechtigen alle. Auch die meisten gängigen Arbeitstitel (Aufenthaltserlaubnis) funktionieren.
Eine Sache, auf die du achten solltest: Wenn euer gemeinsames Haushaltseinkommen über 175.000 Euro pro Jahr liegt (zu versteuerndes Einkommen, §1 Abs. 8 BEEG), entfällt der Anspruch. Das gilt für Geburten ab April 2025.
Der Antrag kann einschüchternd wirken, vor allem weil die offiziellen Formulare auf Deutsch sind. Unser Schritt-für-Schritt-Guide führt dich durch alles: Er prüft deinen Anspruch, berechnet deine Höhe und erstellt ein vorausgefülltes Antrags-PDF mit 23 Seiten, das du direkt einreichen kannst.
Wichtige Frist: Elterngeld wird nur 3 Monate rückwirkend gezahlt. Wenn du erst im 5. Monat nach der Geburt einen Antrag stellst, verlierst du Monat 1. Beantrage es also so früh wie möglich.
Wann kommt das Geld? Nach Bewilligung deines Antrags bekommst du dein Elterngeld monatlich, meist um die Monatsmitte. Die erste Zahlung ist rückwirkend und deckt alle Monate von der Geburt bis zur Bewilligung ab. Die meisten Eltern sehen ihre erste Zahlung 6 bis 10 Wochen nach Einreichung eines vollständigen Antrags.
Ja. Viele Eltern gehen in Teilzeit zurück zur Arbeit und beziehen weiter Elterngeld. Die Regel ist einfach: Bleib unter 32 Stunden pro Woche.
Teilzeitarbeit verringert deine monatliche Zahlung, aber dein Gesamteinkommen (Gehalt + Elterngeld) ist immer höher als Elterngeld allein. Und hier kommen die Varianten ins Spiel:
Du und dein Partner teilt euch ein Budget von 14 Basiselterngeld-Monaten. Wie ihr sie aufteilt, ist eure Sache, mit ein paar Regeln:
Die beliebteste Aufteilung ist 12 + 2: Ein Elternteil nimmt 12 Monate, der andere 2. Manche Familien bevorzugen aber eine gleiche Aufteilung (7 + 7) oder sind in den ersten Monaten beide gleichzeitig zu Hause.
Hier macht ElterngeldPlus es flexibel: Jeder Basiselterngeld-Monat kann in 2 ElterngeldPlus-Monate umgewandelt werden. So lässt sich dein 14-Monats-Budget über 28 Kalendermonate strecken, wenn du nur Plus wählst.
Popular splits: 14-month budget
Je nach Familiensituation bekommst du womöglich mehr als den Grundbetrag:
| Mehrlinge | Geschwisterbonus | Frühgeburt | |
|---|---|---|---|
| Zusatzbetrag | +300 Euro/Monat je weiterem Kind | +10%, mind. 75 Euro/Monat | Gleicher Satz |
| Wer hat Anspruch | Eltern von Mehrlingen | Zwei Kinder unter 3 (oder drei unter 6) | Kind 6+ Wochen zu früh geboren |
| Dauer | Wie deine Elterngeld-Monate | Wie deine Elterngeld-Monate | Bis zu 4 zusätzliche Monate |
Elterngeld ist die größte finanzielle Leistung für frischgebackene Eltern, aber nicht die einzige. Hier sind die weiteren Leistungen, die du beantragen solltest:
Basierend auf dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) und den offiziellen Leitlinien des BMFSFJ (28. Auflage, Oktober 2025). Geprüft von Elterngeld Help, Juni 2026.
Elternzeit (Auszeit vom Job)
Arbeitsplatzgeschützte Auszeit für bis zu 3 Jahre. Wie du sie beantragst, deine Rechte und wie sie mit dem Elterngeld zusammenspielt.
WeiterlesenMutterschutz
6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt. Was du bekommst, wer zahlt und wie es mit dem Elterngeld zusammenhängt.
WeiterlesenRead in English: Elterngeld Calculator
The same calculator in English: see how much you get with Basiselterngeld or ElterngeldPlus and plan your months.
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