Beginnt mit dem Lebensmonatskalender: Mutterschaftsleistungen, gewünschte Betreuung und erwartetes Einkommen beider Eltern. Vergleicht dann Basis und Plus über gleich lange Zeiträume und prüft Partnermonate, Parallelbezug und die Lückenlos-Regel nach Lebensmonat 14. Pauschale Mehrverdienst-Versprechen oder eine feste Reihenfolge mit Arbeitslosengeld sind ohne Einzelfallprüfung nicht seriös.
Ihr habt als Paar 14 Basis-Äquivalente (12 + 2 Partnermonate), die sich in 28 Plus-Monate aufteilen lassen. Plus Boni für Frühgeburt, Mehrlinge, Geschwister. Schreib das tatsächliche Gesamt-Budget oben auf den Plan. Ohne diese Zahl tippst du nur ins Blaue.
Klärt früh: wer bleibt wie lange am Stück daheim? Klassischer Schnitt: Mutter 12 Monate, Vater 2. Moderner: 8 + 6 oder voll geteilt. Hier zählt nicht Optimierung, sondern was zu eurer Lebenssituation passt. Schreibt einen Roh-Plan auf Papier, Monat für Monat.
Geht die Roh-Aufteilung jetzt Monat für Monat durch und wählt:
Arbeitslosengeld und andere Entgeltersatzleistungen können nach § 3 BEEG angerechnet werden, soweit sie denselben Einkommensausfall ersetzen. Gleichzeitig gelten für Arbeitslosengeld eigene Verfügbarkeits- und Anspruchsregeln. Lass deshalb Elterngeldstelle und Arbeitsagentur die konkrete Reihenfolge prüfen, statt einen Bezug pauschal zu verschieben.
Bereite den Antrag vor der Geburt vor und reiche ihn danach zeitnah ein. Änderungen sind möglich, aber rückwirkend auf drei Lebensmonate begrenzt; ausgezahlte Monate sind grundsätzlich gesperrt. Die ausdrückliche Ausnahme ist die Umstellung eines bereits bezogenen Plus-Monats auf Basis.
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