Eine erste Schätzung dauert keine zwei Minuten. Für den endgültigen Betrag zählen allerdings mehr Dinge als dein letztes Nettogehalt.

Elterngeld gleicht einen Teil des Einkommens aus, das nach der Geburt wegfällt. Basiselterngeld beträgt normalerweise 65 bis 67 Prozent des maßgeblichen Elterngeld-Nettos; bei niedrigerem Einkommen kann die Ersatzrate bis auf 100 Prozent steigen. Der Monatsbetrag liegt grundsätzlich zwischen 300 und 1.800 Euro.
Elterngeld und Elternzeit sind zwei verschiedene Dinge:
Oft werden beide zusammen genutzt. Du kannst aber Elterngeld beziehen, ohne in Elternzeit zu sein, solange du die Anspruchsvoraussetzungen erfüllst und im Durchschnitt nicht mehr als 32 Stunden pro Woche arbeitest.
Entscheidend ist nicht einfach das Netto auf deiner Gehaltsabrechnung. Die Elterngeldstelle berechnet aus deinem berücksichtigungsfähigen Brutto ein eigenes Elterngeld-Netto. Davon werden höchstens 2.770 Euro im Monat berücksichtigt.
Basiselterngeld beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro im Monat. Einkommen während des Bezugs wird ebenfalls berücksichtigt.
Welche Monate zählen, hängt von deiner Erwerbsart ab. Bei Angestellten sind es meistens 12 Kalendermonate vor dem Geburtsmonat; bei der gebärenden Person endet der Zeitraum normalerweise vor dem Monat, in dem der Mutterschutz beginnt. Bei Selbstständigen zählt grundsätzlich der letzte abgeschlossene steuerliche Veranlagungszeitraum vor der Geburt. Schon kleine selbstständige Nebeneinkünfte können die Zuordnung verändern.
Bestimmte Monate können ausgeklammert werden, etwa bei Mutterschaftsleistungen oder schwangerschaftsbedingter Erkrankung. Genau deshalb reicht ‚die letzten zwölf Gehaltsabrechnungen‘ nicht für jeden Fall.
Steuerklasse: Relevant ist grundsätzlich die Steuerklasse, die im Bemessungszeitraum überwiegend gegolten hat. Ein Wechsel kann sich auswirken, aber nicht nach einer pauschalen Sechs-Monats-Regel vor Beginn des Bemessungszeitraums.
Du kannst Basiselterngeld und ElterngeldPlus kombinieren. Der Partnerschaftsbonus ergänzt die beiden Varianten, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
Ohne Einkommen im Bezug bringt Basiselterngeld den höheren Monatsbetrag. Mit Teilzeiteinkommen kann ElterngeldPlus besser passen und über einen längeren Zeitraum laufen. Was sinnvoll ist, hängt von euren Arbeitszeiten und der gewünschten Aufteilung ab.
How the three types compare
Eine deutsche Staatsangehörigkeit ist nicht nötig. Für EU-, EWR- und Schweizer Staatsangehörige gelten andere Regeln als für Personen aus Drittstaaten. Bei Drittstaatsangehörigen kommt es auf den genauen Aufenthaltstitel und die darin erlaubte Erwerbstätigkeit an.
Daneben gelten die allgemeinen Voraussetzungen:
Für Geburten ab April 2025 entfällt der Anspruch ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 175.000 Euro. Gemeint ist nicht das Brutto- oder Haushaltsnettoeinkommen.
Vorbereiten kannst du den Antrag schon während der Schwangerschaft. Stellen kannst du ihn erst nach der Geburt. Zuständig ist die Elterngeldstelle am Wohnort des Kindes.
Die Frist, die wirklich zählt: Elterngeld wird höchstens für drei Lebensmonate rückwirkend gezahlt. Wartest du länger, können frühere Bezugsmonate verloren gehen.
Welche Unterlagen du brauchst, hängt von deinem Fall ab. Fast immer gehört die Geburtsbescheinigung dazu. Angestellte weisen ihr Einkommen meist mit Gehaltsabrechnungen nach; bei Selbstständigen sind andere Nachweise nötig. Je nach Krankenversicherung, Erwerbsart und geplantem Einkommen kommen weitere Bescheinigungen dazu.
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Ja. Während des Bezugs darfst du im Durchschnitt des jeweiligen Lebensmonats höchstens 32 Stunden pro Woche arbeiten. Einkommen nach der Geburt kann die Höhe des Elterngeldes verringern.
Eltern haben gemeinsam zunächst 12 Basiselterngeld-Monate. Zwei Partnermonate kommen hinzu, wenn beide Eltern Elterngeld beantragen und bei einem Elternteil in zwei Lebensmonaten Erwerbseinkommen wegfällt. Ein Elternteil kann grundsätzlich höchstens 12 Basis-Monate beziehen und muss mindestens zwei Lebensmonate Elterngeld beantragen.
Für Geburten ab April 2024 dürfen beide Eltern Basiselterngeld in der Regel nur einen Lebensmonat gleichzeitig beziehen. Ausnahmen gelten unter anderem bei Mehrlingen und bestimmten Frühgeburten. Sobald mindestens ein Elternteil ElterngeldPlus bezieht, sind längere Überschneidungen möglich.
Ein Basis-Monat lässt sich in zwei ElterngeldPlus-Monate umwandeln. Aber 14 Basis-Monate bedeuten nicht automatisch 28 frei verteilbare Kalendermonate: Ab dem 15. Lebensmonat muss ElterngeldPlus ohne Unterbrechung bezogen werden.
Popular splits: 14-month budget
Je nach Familiensituation bekommst du womöglich mehr oder zusätzliche Monate:
| Mehrlinge | Geschwisterbonus | Frühgeburt | |
|---|---|---|---|
| Zusatzbetrag | +300 Euro/Monat je weiterem Kind | +10%, mind. 75 Euro/Monat | Gleicher Satz |
| Wer hat Anspruch | Eltern von Mehrlingen | Ein weiteres Kind unter 3 (oder zwei weitere unter 6) | Kind 6+ Wochen zu früh geboren |
| Dauer | Wie deine Elterngeld-Monate | Wie deine Elterngeld-Monate | Bis zu 4 zusätzliche Monate |
Elterngeld ist nicht die einzige Leistung rund um die Geburt:
Basierend auf dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) und den offiziellen Leitlinien des BMFSFJ (28. Auflage, Oktober 2025). Geprüft von Elterngeld Help, August 2026.
Elternzeit (Auszeit vom Job)
Arbeitsplatzgeschützte Auszeit für bis zu 3 Jahre. Wie du sie beantragst, deine Rechte und wie sie mit dem Elterngeld zusammenspielt.
WeiterlesenMutterschutz
6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt. Was du bekommst, wer zahlt und wie es mit dem Elterngeld zusammenhängt.
WeiterlesenRead in English: Elterngeld Calculator
The same calculator in English: see how much you get with Basiselterngeld or ElterngeldPlus and plan your months.
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